12.11.2009

Die Stimmung des Augenblicks

Ein Auszug aus dem poetischen Abend im Mönchehausmuseum in Goslar, 28. Juni 2009

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Textausschnitte aus dem Gedicht "Tanz" von Nushin Morid

Lesung: D. L.
Tanz: Susanne Busse
Stimme: Nushin Morid

Tanz

Tanzende Flammen auf steinigem Grund
Umgeben von in Dunkelheit brodelnder Luft
Drehungen - um die eigene Achse
Im Getöse der Musik
So lange, so schnell
Bis das Meer verschwimmt
Und das innere Auge sich auf sich besinnt
Die Atmosphäre spielt ihr Spiel
Spielt, bis sie jede Form besiegt
Sie füllt all das aus, in das sie dringt

Nichts existiert, was sie nicht bezwingt
Bis das Gemisch unter Druck explodiert
Niemand ahnt was dort passiert

Tanzende Flammen im Rausch der Gefühle
Nur Intuition, ohne Sinn diese Spiele
Über wankendem Gerüst des Vesrstandes hängen
Machtlos zweifelnde Fragen und drängen
Einsturzgefahr, aus der Du Dich erhebst
Und ohne einen Zweifel in die Freiheit begibst
Erschütterungen - ob die jemand sieht?
Ob jemand sieht, wie die Erde bebt?
Du selber spürst nur wie alles fällt
Und der Rest mit Dir in die Höhe schnellt

Klarheit herrscht in allen Dingen
Weil jeder Klang, der in Dich dringt
Dort zur höchsten Vollkommenheit schwingt
Ohne jemals zu verklingen

Nushin Morid